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Leichterer Zugang zu Unternehmensfinanzierung für Einwanderer

Laut einer jüngst veröffentlichten Studie werden schätzungsweise rund 125.000 Firmen in Italien von Menschen geführt, die aus Ländern außerhalb
der EU stammen. Gut ein Viertel dieser Firmen sind Handwerksbetriebe. Viele Einwanderer aus Ländern außerhalb der EU, so die Studie, haben jedoch Schwierigkeiten, bei Banken Darlehen und Kredite zu bekommen, und das nicht nur bei der Gründung einer Firma, sondern auch wenn sie bereits läuft.

Um dieses Problem anzugehen, wurde deshalb ein Projekt aufgelegt, das zum Teil durch das Aktionsprogramm finanziert wird und an dem das
Ministerium für Arbeits- und Sozialpolitik, eine italienische Bank (Banca Popolare Etica) und der Verband der Handwerks- und Kleinbetriebe (Confartigianato) beteiligt sind. Die Beteiligten erläuterten die Gründe für ihre Mitarbeit und was sie vom Projekt erwarten:

Das Ziel ist, neue Finanzinstrumente zu konzipieren, die Personen aus Drittländern, die eine Firma gründen wollen, den Zugang zu Krediten erleichtern, und die vielleicht ein Beispiel sein können, dem man in anderen EU-Ländern folgt. In der ersten Phase wird eine repräsentative Stichprobe betroffener Geschäftsmänner und -frauen in einer Reihe italienischer Städte interviewt. Anschließend wird anhand der gesammelten Informationen ein Bericht erstellt. Dieser Bericht wird auf einer großen Konferenz im Sommer 2004 diskutiert, auf der Vertreter von Firmenverbänden
und Menschen aus Drittländern, die Firmen in Italien und anderen EU-Ländern führen, zusammenkommen. Danach wird ein Bericht über die Konferenz veröffentlicht, der
in allen Mitgliedstaaten erhältlich ist.

GIUSEPPE SILVERI,MINISTERIUM FÜR ARBEITS- UND SOZIALPOLITIK


Die Tätigkeiten der Banca Popolare Etica sind von Prinzipien der ethischen Finanzierung inspiriert. Zu den wichtigsten dieser Prinzipien gehört unseres Erachtens das Recht der Individuen auf gleichen Zugang zu Krediten. Aus diesem Grund sind wir an einer Teilnahme an dem Projekt interessiert. Unser Ziel ist es, mögliche Lösungen für Schwierigkeiten zu finden, die Menschen aus Drittländern, die oft Opfer von Rassendiskriminierung werden, beim Zugang zu Finanzierung haben.

FABIO FAINA, BANCA POPOLARE ETICA

 

Als Verband der Handwerks- und Kleinbetriebe vertreten wir auch die Interessen von Menschen aus anderen Ländern, die eine Firma gründen wollen. Unsere Hoffnung ist, dass das Projekt neue Bankkreditinstrumente
identifizieren hilft, die für den Anlauf und die Umsetzung neuer Unternehmensprojekte maßgeblich sind. Dies wäre ein wichtiger Schritt zur Erleichterung der Integration von Einwanderern in die Gesellschaft und in die
Wirtschaft. Das Projekt wird auch dazu beitragen, auf die wachsende Zahl von Firmen, die Menschen aus Ländern außerhalb der EU führen, und auf die Probleme, vor denen sie stehen, aufmerksam zu machen.

CLAUDIO CANETRI, CONFARTIGIANATO


Weitere Informationen erhalten Sie bei Herrn Giuseppe Silveri unter gsilveri@welfare.gov.it