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- Bärbel Schäfer – Diversity Ambassador
- Charlotte Knobloch – Diversity Ambassador
- Klaus Wowereit - Diversity Ambassador
- Arabella Kiesbauer – Diversity Ambassador
- Ronny Ziesmer - Diversity Ambassador
- Steffi Jones – Diversity Ambassador
- Bettina Eistel – Diversity Ambassador
- Bobby Brederlow – Diversity Ambassador
- Dr. Bettina Schleicher - Diversity Ambassador
- Volker Beck unterstützt die Antidiskriminierungskampagne
- Schauspieler Stephan Schwartz: „Ich wünsche mir, dass bei dieser wichtigen Kampagne auch der Blick nach innen gelenkt wird.“
- Haroun Malik, 1. Vorsitzender der Leichtathletikabteilung des Sport Club Charlottenburg e.V., „SCC“:
Bärbel Schäfer – Diversity Ambassador

© N24/"Bärbel Schäfer - Talk ohne Show", c/o N24/Henning Moser
Die Fernsehmoderatorin und Autorin führte bis zu Beginn der 90er Jahre durch verschiedene WDR-Sendungen und moderierte von 1995 bis 2002 ihre tägliche Talkshow bei RTL. Seit bald einem Jahr spricht sie jeden Dienstag auf N24 mit verschiedenen Gästen zu aktuellen gesellschaftspolitischen Themen. Bärbel Schäfer hat bisher vier Bücher publiziert. Seit 2000 ist sie Botschafterin für UNICEF. Mit ihrem Ehemann Michel Friedman hat Bärbel Schäfer einen Sohn.
„Ich weiß um das Privileg, in Deutschland in einer weltoffenen Gesellschaft zu leben. Wir nehmen Minderheiten offiziell ins soziale Leben auf und verhalten uns tolerant Andersdenkenden gegenüber. Aber einen entscheidenden Schritt haben wir noch nicht geschafft: nämlich in den Köpfen Vielfalt als echte Chance zu begreifen und zu leben. Es sind so viele Talente zu entdecken und zu fördern, die bisher vielleicht nicht sichtbar sein durften.
Diskriminierung passiert auch heute noch jeden Tag, immer wieder. Davor dürfen wir nicht aus Bequemlichkeit die Augen verschließen. Noch immer fehlt es vielen Menschen an Toleranz, andere wirklich zu akzeptieren. Ich persönlich liebe Vielfalt und wünsche mir, dass die engen Raster in den Köpfen einiger Menschen sich endlich auflösen, um zu begreifen, welche Chance für uns alle darin liegt. Wie die Kampagne ,Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.’ zeigt, ist unsere Gesellschaft zum Glück bereits offen genug, sich selbst die Frage zu stellen, ob bei uns eigentlich alles richtig läuft. Der Weg, den wir gehen, ist sicher der richtige. Wir dürfen uns nur nicht mit dem Bestehenden begnügen.“
Bärbel Schäfer
Charlotte Knobloch – Diversity Ambassador

Charlotte Knobloch ist Jüdin und seit 7. Juni 2006 Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland. Außerdem ist sie seit 1985 Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, seit 2003 Vizepräsidentin des Europäischen Jüdischen Kongresses und seit 2005 Vizepräsidentin des Jüdischen Weltkongresses.
„Die Europäische Kommission geht mit ihrer Kampagne ,Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.’ den richtigen Weg. Sie fördert die Bedeutung der Unterschiede zwischen Individuen und hebt heraus, dass sie ein riesiges Potenzial enthalten. Das Potenzial, unser gemeinsames Leben so bunt und tolerant zu leben, wie es nur Individuen gemeinsam schaffen können. Welche katastrophalen und Menschen verachtenden Folgen die Ausgrenzung Anderer haben kann, haben die Gräueltaten im Nationalsozialismus gezeigt. Aus den Erfahrungen der Vergangenheit lernen heißt, sie als solche zu erkennen, und sie niemals erneut zu begehen. Die Fehler der ,Vergangenheit’ sind historisch gesehen jedoch erst gestern geschehen. Es erschreckt mich, erkennen zu müssen, wie laut schon heute wieder nationalistische Töne und antisemitische Parolen zu hören sind – national wie auch auf der politischen Weltbühne. Wir müssen etwas gegen die Ausgrenzung von Menschen aus der Gesellschaft unternehmen. Unsere Vergangenheit muss dafür da sein, unsere Zukunft und die unserer Kinder zu gestalten. Gerade wir Deutschen müssen wissen: Diskriminierung selbst gehört verurteilt. Wir müssen alles dafür tun, kommende Generationen auf Vielfalt einzuschwören. Bitte, beteiligen Sie sich.“
Ihre Charlotte Knobloch
Klaus Wowereit - Diversity Ambassador

© Senatskanzlei
Regierender Bürgermeister von Berlin
Klaus Wowereit ist seit 2001 Regierender Bürgermeister von Berlin. Große Bekanntheit erlangte er, als er vor seiner Nominierung als Kandidat seine Homosexualität auf dem SPD-Sonderparteitag am 10. Juni 2001 öffentlich bekannt gab. Seine Aussage „Ich bin schwul – und das ist auch gut so!“ ist seither zum oft zitierten Schlagwort geworden. Er unterstützte die Kampagne „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“ bereits 2004 zum „run for diversity“, der im Rahmen des Berlin-Marathons stattfand.
"2007 ist Europäisches Jahr der Chancengleichheit. Die europaweite Kampagne "Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung" bekommt dadurch noch einmal ganz besonderen Schub. Denn Chancengleichheit bedeutet, dass sich jede und jeder in seiner oder ihrer Eigenart verwirklichen kann. Und das funktioniert nur dann, wenn wir niemanden diskriminieren, egal ob es um Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, Geschlecht oder sexuelle Orientierung geht. Von Toleranz und Offenheit profitieren alle. In Berlin erleben wir das jeden Tag. Eine offene Gesellschaft gewinnt durch ihre Vielfalt. Ein hervorragendes Beispiel dafür ist auch die Europäische Union, in der alle von der Vielfalt der einzelnen Mitglieder profitieren. Toleranz und Offenheit sind nicht immer einfach, sondern sie müssen erkämpft werden, und sie führen auch zu Auseinandersetzungen. Aber die Anstrengung lohnt sich für uns alle. „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung. Beteiligen Sie sich, machen Sie mit!"
Arabella Kiesbauer – Diversity Ambassador

Die Moderatorin Arabella Kiesbauer ist in Deutschland vor allem durch ihre tägliche Talkshow "Arabella" bekannt geworden, für die sie 1994 den Bayerischen Fernsehpreis erhielt. Als Schauspielerin war sie in "Das Superweib" (1996) und in der Serie "Kommissar Rex" (2004) zu sehen. Am 9. Juni 1995 wurde auf die Tochter einer Deutschen und eines Ghanaers einem Briefbombenattentat mit rassistischem Hintergrund verübt. Sie wurde dabei nicht verletzt.
"In meinen Talksendungen habe ich viele Diskussionen geführt und sehr viele Menschen kennen gelernt. Darunter waren sowohl viele Diskriminierungsopfer als auch viele ,Täter’, wenn man sie überhaupt so bezeichnen kann. Dabei ist mir eines immer wieder aufgefallen: Manchmal beleidigt man Andere ohne es zu wollen, weil man die Grenzen des Anderen einfach nicht kennt. So kommt es zu Missverständnissen, zu Vorurteilen und schließlich zu Streits. Aber das Bewusstsein über diesen Mechanismus fehlt fast immer. Aus meiner Erfahrung heraus sollte sich Jede und Jeder darüber im Klaren sein, dass Vorverurteilung und Diskriminierung permanent und sehr schnell passieren können. Damit meine ich nicht missverstandene Kritik oder dass man sich nur noch mit Samthandschuhen begegnen sollte. Mir geht es vielmehr um Respekt und um ein stärkeres Selbstbewusstsein im Umgang miteinander. Wenn sich alle ein bisschen mehr Gedanken darüber machen, wie sie ihre Mitmenschen behandeln, kann das dauerhaft sensibilisieren und helfen, unsere Gesellschaft zufrieden zu machen. Davon bin ich fest überzeugt und trage diese Botschaft sehr gern hinaus. Für eine fortschrittliche Gesellschaft in Europa.
Bitte, zeigen Sie Respekt. Denn Sie dürfen ihn verlangen."
Herzlichst
Ihre
Arabella Kiesbauer
Ronny Ziesmer - Diversity Ambassador

© GYMMEDIA
Ronny Ziesmer war Deutscher Meister im Mehrkampf 2003 und Mitglied der deutschen Kunstturn-Nationalmannschaft. Seit einem Trainingsunfall im Olympia-Vorbereitungslager 2004 ist er querschnittgelähmt. Mit seiner Aktion "Allianz der Hoffnung" unter dem Dach der Deutschen Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) engagiert er sich zur Unterstützung der Forschung auf dem Gebiet der Regeneration von Nervenzellen und ist ebenfalls als Botschafter für das "Europäische Jahr der Chancengleichheit für alle" aktiv.
"Ich bin Botschafter für die Europäische Kommission, weil ich es wichtig finde, Menschen so zu akzeptieren, wie sie sind - ohne Maßstäbe, nach denen sie in eine Gesellschaft aufgenommen oder ausgeschlossen werden. Als ehemaliger Hochleistungssportler habe ich nach meinem Unfall feststellen müssen, dass es beides gibt: Maßstäbe und Menschen, die sie anlegen. Das Schlimme ist, dass sie sich darüber keine Gedanken machen, und dass dieses Problem kaum als solches präsent ist. Ich trage gern dazu bei, Diskriminierung zu bekämpfen und Vielfalt in der Gesellschaft zu fördern.“
Ihr Ronny Ziesmer
Steffi Jones – Diversity Ambassador

Steffi Jones zählt zu den international renommiertesten Fußballspielerinnen und spielte bis 2007 in der Deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft, mit der sie unter anderem 2003 Weltmeisterin wurde.
„Menschen sind immer ,anders' - auch die, die Andere so bezeichnen. Deshalb finde ich Diskriminierung absolut inakzeptabel, egal aus welchem Grund. Sie grenzt Menschen aus und verletzt. Und das, obwohl Menschen einfach nur so sind, wie sie sind? Diese Denkweise ist mir fremd. Ich habe mir immer vorgenommen, allen Menschen Respekt entgegen zu bringen, denn jede und jeder hat ihn verdient. Ich unterstütze die Kampagne der Europäischen Kommission ,Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.' gern und setze mich dafür ein, in den Köpfen der Menschen Vielfalt als Chance für die Gesellschaft zu verankern.“
Ihre Steffi Jones
Bettina Eistel – Diversity Ambassador

© M. Lins Flensburg
Als contergangeschädigte Dressurreiterin feiert Bettina Eistel seit Jahren sportliche Erfolge: Ohne Arme auf die Welt gekommen, führt sie die Zügel ihres Pferdes mit dem Mund und mit den Füßen; sie gewann bei den Paralympics in Athen 2004 zweimal Silber und einmal Bronze. Außerdem war sie Vizeweltmeisterin 2003, Vizeeuropameisterin 2002 und viermalige deutsche Meisterin. Zurzeit ist sie amtierende Europameisterin (Ungarn 2005) und hat im Mai 2007 mit ihrem neuen Pferd als deutsche Vizemeisterin die sichere Fahrkarte zur WM in England im Juli dieses Jahres erritten. Darüber hinaus moderierte die Diplom-Psychologin die Sommerreportagen von „Menschen – das Magazin“ im ZDF, ab Juli dieses Jahres wird sie dort als ständige Moderatorin jeden Samstag zu sehen sein. 2007 ist ihre Autobiografie „Das ganze Leben umarmen“ erschienen. Für die Zukunft plant Bettina Eistel ihre Teilnahme an den Paralympics in Peking 2008.
„Menschen, die mit Behinderungen auf die Welt gekommen sind, werden oft nicht so gesehen, wie sie tatsächlich sind: ganz normal. Wenn man dieses Wort überhaupt in einer Diskussion über die Gesellschaft anwenden darf. Dabei haben Menschen mit Behinderungen Nichtbehinderten oft etwas voraus – die Kraft, unüberwindlich erscheinende Hindernisse zu überwinden, auch gegen die alltäglichen Widerstände oder gut gemeinte Warnungen, die Kreativität, ungewöhnliche Wege zu gehen und neue Lösungen zu kreieren, und natürlich eine größere Toleranz und Offenheit dem Andersartigen gegenüber. Denn viele von ihnen wissen, wie es sich anfühlt, nicht dazuzugehören, vorverurteilt und unterschätzt zu werden. Sie kämen wohl kaum auf die Idee, andere auszugrenzen. Ich auch nicht.
Jeder Mensch hat dunkle Seiten, Gedanken, Erinnerungen, Gefühle und Mängel, derer er/sie sich schämt. Diskriminierung und Intoleranz sind in Wirklichkeit nur der Gradmesser eigener ‚Bauchschmerzen‘, die ich in der Erscheinung fremd und offensichtlich eingeschränkt wirkender Menschen bekämpfe, um meine eigenen Ängste zu bändigen.
Doch auch jeder Mensch ist faszinierend, und jede und jeder Einzelne hat Respekt verdient.
Individuen und ihre Unterschiede besitzen das unverzichtbar große Potenzial, unsere Gesellschaft klüger, offener und erfolgreicher zu machen. Meine viel bewunderten Fähigkeiten, mit den Füßen das Leben zu meistern, gehören zu dem unentdeckten Potenzial eines jeden Menschen, also erweitern Sie Ihre Möglichkeiten, besiegen Sie die Angst und lassen Sie uns gemeinsam für Offenheit, Neugier und Weiterentwicklung kämpfen – es lebe die Artenvielfalt!“
Ihre
Bettina Eistel
Bobby Brederlow – Diversity Ambassador

Fotograf: Michel Comte
Bobby Brederlow ist Schauspieler und Fernsehzuschauern bekannt durch Rollen in Filmen und Serien. Er kam mit dem Down-Syndrom (Trisomie 21) zur Welt. An der Seite von Veronica Ferres drehte er den autobiografischen Spielfilm „Bobby“, mit Senta Berger und Friedrich von Thun den TV-Vierteiler „Liebe und weitere Katastrophen“. Regelmäßig ist er in Serien wie „Tatort", „In aller Freundschaft“, „Klinikum Berlin Mitte“, „Für alle Fälle Stefanie“ und in Werbespots zu sehen, so etwa für die Aktion Mensch und die Kampagne „Du bist Deutschland“. Für seine schauspielerischen Leistungen und seine Verdienste für die gesellschaftliche Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen erhielt er u.a. den Bambi 1999, die Goldene Kamera 2002 und 2004 das Bundesverdienstkreuz.
„Ehrlich gesagt wäre es für mich eine ganz neue Erfahrung, keine Behinderung zu haben. Manchmal habe ich aber schon das Gefühl, dass Menschen ohne Behinderung mich komisch anschauen. Und nicht nur mich, sondern auch viele andere mit Down-Syndrom. Früher war ich deswegen oft ziemlich überrascht. Vor allem, wenn sie mich ignoriert haben. Heute weiß ich, dass viele einfach unsicher sind und nicht wissen, wie sie mit Menschen mit Behinderungen umgehen sollen. Mir hat es sehr geholfen, dass ich durch meine Auftritte nun relativ bekannt bin, denn ich werde von vielen nicht mehr gemieden, sondern angesprochen. Ich schreibe sogar Autogramme. So geht es aber den allerwenigsten, die in meiner Situation sind. Ich möchte meine Bekanntheit dafür nutzen, auch in ihrem Namen ein Zeichen gegen Diskriminierung zu setzen.“
Viele Grüße, Ihr
Bobby Brederlow
Dr. Bettina Schleicher - Diversity Ambassador

Dr. Bettina Schleicher studierte Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft an den Universitäten Berlin und Bayreuth. Sie sammelte Erfahrungen bei der Deutschen Bundesbank und promovierte im Bankbereich an der Universität Bayreuth. Sie war viele Jahre als Rechtsanwältin in Düsseldorf und Berlin tätig, wo sie die Niederlassung einer überregionalen Kanzlei aufbaute. 2001 gründete sie mit Herrn Dr. Jung die Kanzlei Jung & Schleicher. Dr. Bettina Schleicher ist Präsidentin des Business and Professional Women Germany e.V.
"Diversity – das ist für mich keine Frage von ein bisschen Selbstverwirklichung hier, ein wenig Sich-Ausleben dort. In Zeiten von Globalisierung und Transparenz der Märkte entscheidet gelebte Vielfalt vielmehr maßgeblich über die Attraktivität eines Wirtschaftsstandortes.
Sollen wir unseren Töchtern angesichts von weniger als fünf Prozent weiblicher Top-Führungskräfte in Deutschland und von 22 Prozent Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen empfehlen, dieses Land zu verlassen? Weil der erforderliche Wandel vielleicht noch länger als eine Generation auf sich warten lässt?
Die Antwort lautet klar: Nein! Wir wollen, dass Frauen die gleichen Chancen wie Männer erhalten und dass umgekehrt die Männer die gleichen Chancen bekommen, am Heranwachsen ihrer Kinder Anteil zu haben, anstatt auf die Rolle des Hauptverdieners festgelegt zu sein. Die Praxis liefert den Beweis: Die Länder, die solche unterschiedlichen Lebensentwürfe ermöglichen, haben zufriedene Bürger, mehr Kinder und gesündere Volkswirtschaften. Aus diesem Grund setze ich mich als Präsidentin der Business and Professional Women Germany für die Chancengleichheit von Frauen und Männern ein – gegen Diskriminierung und für die Vielfalt!"
Dr. Bettina Schleicher, Berlin
Präsidentin des Business and Professional Women (BPW) Germany e.V.
Volker Beck unterstützt die Antidiskriminierungskampagne

Volker Beck
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN unterstützt die EU-Kampagne „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung." Seit 1994 streitet er im Bundestag für die rechtliche Gleichstellung und gegen die Diskriminierung gesellschaftlicher Minderheiten.
„Diskriminierungen sind Gift für das gesellschaftliche Zusammenleben. Der diskriminierungsfreie Zugang zum Arbeitsmarkt, zu öffentlich angebotenen Waren und Dienstleistungen, zu Wohnraum, zu Bildung und Gesundheit gehört zu den elementaren Fragen gesellschaftlicher Teilhabe. In Deutschland engagieren wir Grüne uns deshalb seit langem für ein umfassendes Antidiskriminierungsgesetz, das Gemeinwohlorientierung und Achtung der Privatautonomie produktiv zusammenführt.
Ich würde es begrüßen, wenn in allen Staaten Europas gesetzlich klar geregelt wäre, dass niemand aufgrund des Geschlechts, der ethnischen Herkunft, der Religion oder Weltanschauung, der sexuellen Identität, des Alters oder aufgrund einer Behinderung im Wirtschaftsleben und in der Arbeitswelt diskriminiert werden darf."
Schauspieler Stephan Schwartz: „Ich wünsche mir, dass bei dieser wichtigen Kampagne auch der Blick nach innen gelenkt wird.“

Stephan Schwartz
Der Hamburger Schauspieler Stephan Schwartz unterstützt als Kampagnenbotschafter die EU-Informationskampagne „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“ Sowohl in seiner Arbeit als auch privat setzt er sich für die Bekämpfung von Diskriminierung und das friedliche Zusammenleben der Menschen ein. Bekannt durch seine Rolle in der ZDF-Erfolgsserie „Freunde fürs Leben", unterstützt Stephan Schwartz bereits seit letztem Jahr die EU-Antidiskriminierungskampagne. Sein erster öffentlicher Auftritt als Botschafter fand im Rahmen des Hamburger Karneval der Kulturen statt, bei dem die Vielfalt der Menschen im Vordergrund stand.
„Überall und jederzeit werden Menschen von anderen Menschen diskriminiert, verurteilt, ausgegrenzt und ungerecht behandelt. Es geschieht nicht nur am Arbeitsplatz, in der Schule oder ganz einfach auf der Straße, es geschieht auch in der Familie. Sobald sich jemand ein wenig von der Norm löst, eigene Wege geht und individuelle Entscheidungen trifft, wird er dafür nicht etwa Unterstützung ernten sondern in den meisten Fällen Hohn und Spott und womöglich auch massive Gegenwehr. Ich wünsche mir, dass bei dieser wichtigen Kampagne auch der Blick nach innen gelenkt wird. Rassismus steht am Ende einer Entwicklung, die zu Hause ihren Anfang genommen hat. Wenn der Mann seine Frau unterdrückt oder die Frau ihren Mann in aller Öffentlichkeit schlecht redet, die Kinder unterdrückten Hass und Respektlosigkeit von den Eltern vorgeführt bekommen, wird es solche Kampagnen leider noch sehr lange geben müssen!“
Mit der Rolle des unkonventionellen Kinderarztes Daniel Holbein in der ZDF-Serie avancierte Stephan Schwartz das zweite Mal in seiner Schauspielerkarriere zum Publikumsliebling. Bundesweit bekannt wurde er jedoch schon 1978 durch seine Darstellung des Autors Walter Kempowski in der inzwischen zum Klassiker gewordenen erfolgreichen ZDF-Verfilmung des autobiografischen Romans „Ein Kapitel für sich".
1969 begann der junge Stephan Schwartz an der Max-Reinhardt-Schule in Berlin mit dem Schauspielunterricht. In den folgenden Jahren spielte er Theater in Bochum, Bad Hersfeld und an den Hamburger Kammerspielen unter den Regisseuren Hans Neuenfels, Gerd Heinz und Jürgen Nola. Es folgten viele große Rollen in Kinofilmen, Fernsehspielen und Serien. Stephan Schwartz ist 1951 in Berlin geboren und lebt seit über zwanzig Jahren in Hamburg.
Haroun Malik, 1. Vorsitzender der Leichtathletikabteilung des Sport Club Charlottenburg e.V., „SCC“:

Haroun Malik
„Das persönliche Interesse, Menschen nicht aufgrund ihres Äußeren zu betrachten, ist bis zum heutigen Tage mein Leitmotiv. Wie oft erfahren Menschen mit arabischem Namen und dunklem Teint Ablehnung, obwohl sie sich fair und engagiert im Leben engagieren. Viel wichtiger erscheint mir, bei jeder sich bietenden Gelegenheit Anerkennung für Gemeinschaftssinn zu spenden. Mir geht es um den oft unterbewerteten Sympathiefaktor. Eine sensible Wahrnehmung dessen hilft uns Hindernisse zu überwinden. Deshalb unterstützte ich die Kampagne „Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.“ Damit verknüpft sich der Wunsch, dass wir alle erkennen, welch wichtigen Beitrag wir im Leben und beim Sport leisten können – unabhängig vom Aussehen, Namen oder der Herkunft.“



